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Download Flyer "16. Arbeirsschutzkonferenz" 2018 (pdf)

In Europa, speziell in Deutschland, gibt es ein umfassendes Regelwerk von Gesetzen, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften und Regeln, die das sichere und gesunde Arbeiten gewährleisten sollen. Der betriebliche Alltag sieht aber oft anders aus. Arbeits- und Gesundheitsschutz ist häufig eher eine lästige Pflichterfüllung. Dass sichere und gesunde Arbeitsbedingungen einen Produktivitätsvorteil beinhalten können, wird in vielen Betriebennicht erkannt. Auch die Chancen der Beteiligung der Beschäftigten und der betrieblichen Interessenvertretungen werden nicht genutzt.

1. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist integraler Bestandteil guter betrieblicher Abläufe und Entscheidungsfindungen. Die Schwerpunktkampagne „kommmitmensch“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) will für die nächsten 10 Jahre diese Integration des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die betrieblichen Abläufe unterstützen und nachhaltig gestalten. Dafür gibt es die folgenden Handlungsfelder: Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Betriebsklima, Sicherheit und Gesundheit.

Die Gesamtheit dieser Handlungsfelder macht die Kultur der Prävention eines Unternehmens aus. Dieses ist der 1. Schwerpunkt der Arbeitsschutzkonferenz.

2. Ein weiteres Thema ist die neue Branchenregel „Büro“. Die Arbeitsbedingungen in der privaten und öffentlichen Dienstleistungsbranche werden durch Büroarbeitsplätze geprägt. Im ersten Halbjahr 2018 wird die Branchenregel „Büro“ durch die Unfallversicherungsträger veröffentlicht. Branchenregeln sind ein verbindliches Instrument der Berufsgenossenschaften und der öffentlichen Unfallversicherungsträger. In dieser Regel werden die Anforderungen an ergonomische und sichere Büroarbeitsplätze zusammengefasst.

3. Die Integration des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in die betrieblichen Abläufe und die Anforderungen an ergonomische und sichere Büroarbeitsplätze erfordern die Mitwirkung und Mitbestimmung der Personal- und Betriebsräte.

4. In einem weiteren Schwerpunkt der Arbeitsschutzkonferenz geht es um die Anforderungen von Betriebs- und Personalräten an Gefährdungsbeurteilungen und an Betriebs- und Dienstvereinbarungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.

In den Themengruppen am Nachmittag befassen wir uns mit der Organisation des Arbeitsund Gesundheitsschutzes anhand praktischer betrieblicher Beispiele. Insbesondere geht es um die ersten Schritte, um die Mitwirkung und Beteiligung der Interessenvertreter im Arbeitsschutzausschuss. Personal- und Betriebsräte aus einer Kommune, einer Verwaltung und dem Einzelhandel werden beispielhaft die Beteiligung der Interessenvertretung im Arbeits- und Gesundheitsschutz darstellen.

Programm

09.00 Uhr - Anreise und Begrüßungskaffee

09.30 Uhr - Grußwort Dr. Mehrdad Payandeh
Vorsitzender des DGB Landesbezirks Niedersachsen, Bremen und Sachsen Anhalt

09.45 bis 10.30 Uhr - kommmitmensch: Kultur der Prävention - die Präventionskampagne der gesetzlichen Unfallversicherung
Gregor Doepke, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Leiter Kommunikation und Pressesprecher

10.45 bis 11.30 Uhr -  Die neue DGUV-Branchenregel: „Büro“-Anforderungen an ergonomische und sichere Büroarbeitsplätze
Sabine Heegner, Sozialwiss., systemische Organisationsberaterin

11.45 bis 12.30 Uhr -  Die Mitbestimmung der Betriebs- und Personalräte bei der Gefährdungsbeurteilung
Klaus Thommes, Richter am Landessozialgericht Celle, Mitkommentator des Basiskommentars zum Niedersächsischen Personalvertretungsgesetz (Bund Verlag)

12.45 Uhr - Mittagspause

13.45 bis 14.30 Uhr - Gefährdungsbeurteilungen aus der Sicht von Betriebs- und Personalräten- Rolle von Betriebs- und Dienstvereinbarungen
Regine Romahn, Sozialwissenschaftlerin, Buchautorin

14.30 Uhr - Kaffeepause

14.45 bis 16.00 Uhr - Themengruppen anhand praktischer betrieblicher Beispiele aus einer Kommune, einer Verwaltung und dem Einzelhandel

16.00 Uhr - Zusammenfassung der Ergebnisse der Konferenz undAbschlussdiskussion

16.30 Uhr - Ende der Fachkonferenz

Termin, Ort und Kosten

22. Oktober 2018
09.30 Uhr bis 16.30 Uhr

ver.di-Höfe
Goseriede 10
30159 Hannover

Seminargebühren 195,- € plus 40,- € Tagungspauschale

Zielgruppe

Betriebs- und Personalräte

Freistellung

Die Veranstaltung erfüllt die Voraussetzungen des § 37 Abs. 6 BetrVG sowie des § 40 in Verbindung mit § 37 Abs. 1 NPersVG, sowie des § 39 Abs. 5 i.V.m. § 41 Abs. 1 BremPersVG, sowie des § 96 Abs. 4 und 8 SGB IX, § 40 Abs. 2 SGB IV, § 5 Abs. 3 ASiG, sowie des § 46 Abs. 6 BPersVG, sowie des § 19 Abs. 3 MVGK i.V.m. § 30 Abs. 2 MVGK.

Weitere Informationen

Koordinationsbüro für Betriebs- und Personalräteseminare
im Bildungswerk ver.di in Niedersachsen e.V.
Goseriede 10
30159 Hannover

Tel.: 0511 12400-400
Fax: 0511 12400-420